{rezension} faceless - alyssa sheinmel

Langsam kehrt bei Maisie die Erinnerung zurück: Ein Blitz hatte die Oberleitung getroffen und der Funkenregen sie auf das Schlimmste verbrannt. Maisies Leben wird nie mehr so sein wie zuvor. Doch sie hat großes Glück: Sie erhält ein Gesichtstransplantat. Aber kann man das wirklich Glück nennen? Wenn sie sich selbst nicht mehr im Spiegel erkennt, sie in der Schule zum Außenseiter wird, weil ihr Gesicht aussieht wie von Picasso gemalt, und ihr Freund, ihre erste Liebe, nur aus Mitleid bei ihr bleibt? Erst als Maisie auf Menschen trifft, die ihr altes Gesicht nicht kennen, gelingt es ihr, ihr neues Ich anzunehmen. Und sie begreift: Sag niemals nie.
(Klappentext)




Das Buch wollte ich gerne lesen, weil das Thema ziemlich interessant und besonders klang und ich auf die Umsetzung gespannt war.
Durch den Unfall verändert sich plötzlich schlagartig Maisies komplettes Leben. Nicht nur, dass Teile in ihrem Gesicht durch die Transplantation von einer Fremden sind und sie sich damit überhaupt nicht richtig wohlfühlt.
Viele Leute, besonders in ihrer Highschool, starren sie an und behandeln sie anders als zuvor. Ihr Alltag ist nicht mehr der gleiche, sie muss täglich viele Tabletten nehmen und darf ihr liebstes Hobby Joggen nicht mehr ausüben. Diese belasten sie ziemlich schwer, es fehlt ihr oft an Lebensfreude und auch die Beziehung zu ihrem Freund Chirag verändert sich.
Maisie fühlt oft sich unverstanden, keiner in ihrer Familie oder ihre Freunde verstehen, wie schwer es für Maisie ist mit neuen Gesicht zu leben. Fast jeder sagt zu ihr, was für ein Glück sie gehabt hat, aber sie empfindet das Gegenteil. Deswegen kommt sie gar nicht damit klar, wenn es Leute zu ihr sagen.
Vielleicht wirkt Maisie oft eher unsympathisch, sie denkt sehr negativ und beschwert sich über all die Dinge, die ihr sich in ihrem Leben verändert haben. Doch gleichzeitig kann man verstehen, dass ihre Situation alles andere als einfach ist und Maisie erst Zeit und neue Bekannte braucht, um ihr verändertes Gesicht besser zu akzeptieren.
Es geht in dem Buch viel um Selbstfindung, dass sich viel verändert, manche Dinge aber nicht unbedingt. Die Umsetzung davon hat mir total gut gefallen, und dabei vor allem wie Maisie eine große Entwicklung durchmacht.
Die Nebencharaktere und ihre jeweilige Rolle in der Geschichte fand ich überzeugend gemacht. Besonders mochte ich Serena, Adam oder Marnie, wie sie Maisie zur Seite stehe und vor allem, was Adam in ihrem Leben verändert. Immer wieder wird auch die Beziehung von Chirag und Maisie thematisiert, wo es einige Probleme gibt und sich Maisie unwohl fühlt.
Der Schreibstil hat mir größtenteils gut gefallen, Maisies Sichtweise fand ich toll dargestellt, aber teilweise war das Buch doch etwas langatmig und konnte mich nicht komplett fesseln.


Ein bewegendes und überzeugendes Buch über Selbstfindung und -akzeptanz nach einem schlimmen Unfall, der für die Protagonistin alles verändert.


Vielen Dank an den Hanser-Verlag für die
Bereitstellung des Rezensionsexemplares.



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