{rezension} wild like a river - kira mohn

In der Stille des Waldes hörst du dein Herz ...
Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt …
(Klappentext)


Mit der "Leuchtturm"-Trilogie konnte mich Kira Mohn total überzeugen und so war ich schon sehr auf ihre neue Reihe gespannt. Diese spielt diesmal nicht in Irland, sondern Kanada, der Fernweh-Faktor ist dabei aber genauso groß.
Der Einstieg hat mir sofort ziemlich gut gefallen und ich fand es amüsant, wie Haven zum ersten Mal Jackson sieht, er sie jedoch nicht bemerkt, und sie damit rechnet, ihm wahrscheinlich nicht wieder zu begegnen. Vor allem, weil sich hier Leben im National Park abspielt und Jackson mit seinem Freund offensichtlich nur für ein paar Tage in dieser Wildnis ist.
Seit sie sieben Jahre alt ist, wohnt Haven mit ihrem Vater im Jasper National Park in ziemlicher Abgeschiedenheit. Havens "beste Freunde" sind tierische Bewohner, z.B. der Puma Snoops. Zu Gleichaltrigen hat sie überhaupt keinen Kontakt und weiß deswegen auch gar nicht, wie sie mit Jackson umgehen soll, als sie ihn nach einem nächtlichen Besuch von einem Bären auf Anweisung ihres Vaters, der Ranger ist, hilft. 
Sie stellt aber auch schnell fest, dass sie Jackson sympathisch findet und es ihr Spaß macht ihm ihr zu Hause - den Jasper National Park - und seine schönsten Ecken zu finden. Vom ersten Augenblick ist von Haven fasziniert und sie geht ihm kaum aus dem Kopf. Ich fand süß, wie die beiden sich langsam ineinander verlieben, jedoch war es meiner Meinung bei Jackson etwas zu übertrieben, dass er Haven so toll findet und seine Gedanken waren leicht zu kitschig. Zusammen haben die beiden eine super Zeit, doch die Uhr tickt, weil Jackson nur für wenige Tage in den Rocky Mountains ist und eigentlich in Edmonton studiert. 
Dagegen spielt sich Havens Leben komplett im National Park ab. Bisher hat Haven nie wirklich etwas vermisst und war total glücklich so wie es war. Die Begegnung mit Jackson bringt sie auf den Gedanken, dass sie gerne mal für eine Weile in einer Stadt leben möchte. Den direkten krassen Kontrast erleben, neue Erfahrungen sammeln und einfach zu wissen, wie sich das Leben dort anfühlt. Das liegt nicht nur an ihren Gefühlen für Jackson, sondern in ersten Linie in einem inneren Bedürfnis und daran, dass sie vor dem Tod ihrer Mutter gemeinsam mit ihrem Vater in Edmonton gewohnt haben.
Insgesamt mochte ich die Liebesgeschichte und ihre Entwicklung gerne. Bei Haven und Jackson entsteht nach kurzer Zeit ein Gefühl von Vertrautheit. Davon sind beide überrascht und mir hat es total gut gefallen, wie toll sie zusammen passen. Für Jackson ist mit Haven alles anders als in seinen bisherigen Beziehungen, viel intensiver und von ganz anderer Bedeutung.
Er entwickelt einen großen Beschützerinstinkt gegenüber Haven und denkt er oft, er weiß, was das Richtige für sie ist. Verständlicherweise ist Haven davon weniger begeistert und kann Dinge auch ohne seine Hilfe gut meistern, obwohl sie ungewohnt und neu für sie sind.
In der Stadt ist Haven total unbeholfen und fragt sich ständig, wie sie auf andere wirkt. Teilweise fand ich das ein wenig unrealistisch, dass sie bei sozialen Kontakten und dem alltäglichen Stadt- und Uni-Leben so oft überfordert war und mit ihrer Art aneckte. An den meisten Stellen hat ihr eher naives Verhalten aber gut gepasst. 
Bis auf die paar kleinen charakterliche Kritikpunkte waren mir Haven und Jackson sympathisch und ich fand es super, dass in jedem Kapitel die Perspektive von ihm und ihr geschildert wurde.
Wieder war der Schreibstil der Autorin total schön, flüssig und sehr angenehm zu lesen hat sie Geschichte von Haven und Jackson erzählt. Und ich hatte ein besonderes Lesegefühl durch die Schauplätze, denn ich war selbst schon in Edmonton und in einem kanadischen Nationalpark in den Rocky Mountains.
Im zweiten Teil geht es um Jacksons besten Freund Cayden, der eher egozentrisch und unsympathisch rüberkommt, aber eine sehr gute Menschenkenntnis hat, und um Rae, die Haven in Edmonton kennenlernt. Darauf freue mich schon total.


Mochte ich ziemlich gerne, bis auf ein paar sehr kleine Kritikpunkte hat mir das Buch super gut gefallen.


Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für die
Bereitstellung des Rezensionsexemplares.



Wild like a River 
Free like the Wind


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