{rezension} nur ein tag - gayle forman

Wenn du einem Menschen begegnet bist, 
der dein Herz geöffnet hat, wirst du alles dafür tun,
ihn wiederzufinden.
Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.
Ein überwältigendes Buch über Liebe, Identität und die Zufälle des Schicksals.
(Klappentext)




Bis zu diesem Buch, hatte ich noch nichts von Gayle Forman gelesen und war gespannt auf eine süße Liebesgeschichte, die zum Teil in Paris spielt.
Zunächst hat mir der Schreibstil der Autorin richtig gut gefallen. Er war angenehm zu lesen, poetisch angehaucht und mit vielen detailreichen Beschreibungen, was besonders in den Szenen in Paris toll war.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: einmal den Tag, den Willem und Allyson gemeinsam in der Stadt der Liebe verbringen und das Jahr danach, wo Allyson auf dem College in Boston ist.
Allyson als Hauptprotagonistin ist ein wenig verklemmt, scheut sich vor Neuem und Unbekanntem und hat durch den starken Einfluss ihrer Eltern ein durchgeplantes Leben. Willem ist dagegen charakterlich ganz anders als sie. Er ist spontan, lebensfreudig, weltoffen und wirkt dadurch sehr sympathisch. Trotzdem scheint Willem auch ein wenig ruhelos  zu sein und man vermutet, dass noch ein wenig mehr hinter seiner fröhlichen Art steckt.
Gut gefallen hat mir sein Einfluss auf Allyson, während sie in Paris sind. Er zeigt ihr neue Dinge und die verschiedensten Ecken von Paris ohne direkten Reiseplan, was schließlich auf Allyson ein wenig abfärbt.
Leider gab es auch einen Aspekt, der mich gestört hat. Als Allyson, nach Willems Verschwinden, am College in den USA in einen neuen Lebensabschnitt beginnt, ist sie sehr in sich zurück gezogen, schließt keine richtigen neuen Freundschaften, hat sehr viel Liebeskummer und lässt ihr Leben von sich hin laufen. Dabei ist sie sich auch bewusst, das es eigentlich nicht so weiter gehen kann und unternimmt bewusst nichts, sie gibt einfach auf und macht weiter so wie bisher. Während dieser Szenen hat sie mich leider schon ein wenig genervt und ich war froh, als durch den Einfluss von anderen Personen, sich das Ganze ein wenig ändert. 
Hier taucht auch als Nebencharakter Dee auf, der wirklich toll für die Geschichte war. Er hat frischen Wind durch seine leicht verrückte andere Art mit sich gebracht und das Buch hat eine postivere Stimmung. Die Eltern von Allyson waren mir dagegen total unsympathisch, sie bestimmen fast komplett das Leben ihrer Tochter und lassen sie kaum eigene Entscheidungen treffen.
Die restliche Handlung war auch wieder von der Autorin gut gemacht. Allyson entwickelt sich charakterlich und sie erlebt zudem auch viel Neues. Schön fand ich, dass man viele kleine Nebencharaktere für ein paar Momente kurz kennen lernt und man dann wieder etwas Neuem begegnet. 
Insgesamt hat mir der erste ein bisschen besser gefallen als der zweite Abschnitt. Das, was die beiden Hauptprotagonisten dort erleben und die Momente zwischen den beiden waren einfach sehr schön, z. B. wenn sie über Zufälle oder Liebe reden, und hat Spaß gemacht zu lesen. 
Zudem weckt er auch bei dem Leser eine Reiselust nach Paris. Der zweite Teil hat mir auch gut gefallen, nur Allyson hat mich zeitweise einfach zu sehr gestört.
Das Ende fand ich süß, aber es hat auch noch einige Fragen offen gelassen, die hoffentlich im zweiten Teil beantwortet werden.


Süße Liebesgeschichte, mit einem ersten Teil, der Reiselust weckt und einfach schön war. Im zweiten Teil hat mich Allyson leider zeitweise etwas genervt. 




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